#13 - Asset Management für Stiftungen – Vermögen erhalten, Zwecke sichern
Shownotes
In Episode 13 von „All Ears on Tax – Insights by BDO“ sprechen Dr. Christian Reiter und Martin Engel über die besonderen Anforderungen an das Asset Management von Stiftungen. Denn bei der Kapitalanlage geht es nicht allein um Rendite: Stiftungen müssen ihr Vermögen langfristig erhalten, ausreichende Erträge erwirtschaften, Liquidität sichern und zugleich steuerliche sowie stiftungsrechtliche Vorgaben beachten. Im Fokus stehen die Unterschiede zwischen gemeinnützigen und privatnützigen Stiftungen, die Bedeutung klarer Anlagerichtlinien und einer vorausschauenden Liquiditätsplanung sowie steuerliche Fragen rund um Rücklagen, Ausschüttungen, alternative Investments und die Erbersatzsteuer. Die Folge zeigt, warum eine erfolgreiche Anlagestrategie Rendite, Risiko, Steuern, Satzung und Governance konsequent zusammendenken muss.
Hier finden Sie mehr zu unserem Beratungsangebot für Familienunternehmen.
Und hier geht es zu den Profilen unserer Podcast-Hosts: Dr. Christian Reiter & Martin Engel.
Transkript anzeigen
00:00:07: Mein Name ist Christian Reiter.
00:00:09: Ich begrüße Sie heute mit meinem Kollegen Martin Engel zu einer weiteren Ausgabe, unseres im Sommer zwanzig-fünfundzwanzige starteten BDO Postcast All Years on Tax Insights bei BDO.
00:00:22: In unserem Podcast informieren wir in regelmäßigen Abständen zu steuerlich wichtigen Themen für Familienunternehmen Vermögende Privatpersonen und Family Offices.
00:00:32: In den letzten Sitzungen unseres Podcasts haben wir uns sehr ausgiebig mit dem Thema Stiftung beschäftigt, Wir haben einen Blick auf gemeinnützige Stiftungen geworfen.
00:00:43: Wir haben uns die inländische Familienstiftung mit dem Kollegen Paul Forst angesehen Und wir haben auch den Blick über die Grenze geworffen lieber Martin und waren zum Thema Lichtenstein und Österreich hier auch invor unterwegs.
00:01:00: Stiftungen sind auch vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts natürlich eine ganz wichtige Implementierung im Rahmen einer Unternehmens- oder Vermögensnachfolge, aber sie sind auch Terror in Kognita.
00:01:15: und gerade bei dem Begriff des Assetmanagements ist bei Stiftung oftmals zu bemerken, vor allem auch im gemeinnützigen Bereich das da einfach noch sehr viel Informationsbedarf besteht.
00:01:30: Und deswegen freue ich mich, dass du heute hier bei uns bist in der Podcast-Reihe und uns zu dem Thema Asset Management bei Stiftungen als Herausforderung und Chance einen tiefen Einblick gewähren
00:01:44: wirst.".
00:01:45: Martin Engel ist Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
00:01:49: Er berät seit knapp zwanzig Jahren Unternehmen-, Familien-, Family Offices zur Strukturierung von Vermögen Erleitet bei der BDO den Fachbereich Familienunternehmen und Private Wealth.
00:02:02: In diesem Zusammenhang veröffentlicht er regelmäßig Fachartikel zur steuerlichen Fragestellungen rund um Vermögen, Reporting- und Kapitalanlagen.
00:02:13: Dr.
00:02:13: Christian Reiter ist Rechtsanwalt und Steuerberater.
00:02:15: Er berät seit über zwanzig Jahren Familienunternehmern und vermögende Privatpersonen bzw.
00:02:20: Family Offices bei der rechtlichen und steuerlichem Strukturierung von Unternehmerischen und privatem Vermögen.
00:02:28: Es sei Juli, zwei tausendfünfundzwanzig bei der BDU als Regional Managing Partner für die Steuerabteilung der Region Bayern mit Büros in München und Nürnberg zuständig.
00:02:39: Als Lehrbeauftragter an der Universität Regensburg kümmerte sich um die studentische Fortbildung gerade im Bereich der Vermögensnachfolge und publiziert regelmäßig auf den Gebiet der Einkommen- und Erbschaftssteuer.
00:02:51: Lieber Martin!
00:02:52: Als Titel des heutigen Podcast hast du vorgeschlagen, Asset Management für Stiftungen zwischen Zähl- und Wegbindungvermögenserhalt und Renditebedarf.
00:03:04: Stiftung entstehen steuerlich und anlagebezogen in einem besonderen Spannungsfeld.
00:03:09: Sie müssen auf der einen Seite Vermögen dauerhaft erhalten Erträge für den Stiftungszweck generieren oder Ausschüttungen an begünstigte Sicherstellen.
00:03:21: Allerdings bieten die einschlägigen Vorgaben des Stiftungs, Gemeinnützigkeits- und Steuerrechts bindende Vorgabe vor allem für die Stiftungsogarne.
00:03:31: Und machen die Anlage nicht immer zu einem einfachen Weg.
00:03:39: Wir wollen heute mal den Blick werfen in die Fragen des Assetmanagements mit Fokus auf Stiftungen.
00:03:46: Warum ist denn das Thema Asset Management bei Stiftlingen ein so sensibles Thema Martin?
00:03:51: Ja, Christian.
00:03:52: Stiftungen sind keine gewöhnlichen Vermögensinhabe.
00:03:56: Ihr Vermögen ist dauerhaft einem Zweck gewidmet.
00:03:58: Deshalb gewitmet es bei der Kapitananlage nicht nur um Rendite sondern immer auch um Vermögungserhalt, Liquidität, Risikobekränzung und vor allem die dauerhafte Erfüllung des Stiftungszwecks.
00:04:12: Früher konnten viele Stiftung in diese Ziele mit risikoarmen Zinsanlagen erreichen.
00:04:17: Inzwischen haben Inflationen, Marktwollatilität und veränderte Zinslandschaften dazu geführt, dass klassische Festgeld- oder Anleihekonzepte oft nicht mehr ausreichen.
00:04:28: Stiftungsvorstände müssen daher bewusster professioneller und dokumentierter
00:04:33: investieren.".
00:04:35: Gut!
00:04:36: Du hast ja das Thema schon angesprochen.
00:04:38: Früher haben gerade im Gemeinnützigkeitsbereich halt die Stiftungen ihr Grundstockvermögen angelegt, konnten damit Renditen zwischen fünf und sieben Prozent erwirtschaften.
00:04:48: Das ist halt heutzutage nicht mehr der Fall.
00:04:52: Wie sind denn die Anlageziele bei Stiftungen typischerweise ausgestaltet?
00:04:57: Worauf muss ein Stiftungsvorstand da
00:05:00: achten?
00:05:00: Im Zentrum steht natürlich regelmäßig der Erhalt des Grundstückvermögens, aber es müssen laufender Träger zielt werden um Fördermaßnahmen und operative Tätigkeiten gegebenenfalls auch Ausschüttungen an begünstigte Fernsehens zu können.
00:05:16: Hierzu kommen Liquiditätsanforderungen, etwa Verwaltungskosten, geplante Projekte oder auch steuerliche Belastungen.
00:05:25: Eine gute Anlagestrategie übersetzt diese Ziele in konkrete Vorgaben.
00:05:29: welche Rendite wird benötigt wie du jetzt erwähnt hast?
00:05:32: fünf bis sieben Prozent manchmal, welche Risiken sind dafür tragbar?
00:05:36: Welche Liquidität muss jederzeit verfügbar sein?
00:05:39: werden Assetklassen eingeschränkt oder sind alle zulässig?
00:05:45: Gut.
00:05:45: Im Grundsatz ist natürlich so, wir haben in Deutschland zwei wesentliche Stiftungstypen.
00:05:51: Wir haben einmal die gemeinnützigen Stiftungen, die eben auch steuerlich besonders geregelt sind im einen Fünfzig-Vertfolgenden AO und wir haben die privat nützige Stiftungsstiftungen die regelmäßig als Familienstiftung ausgestaltet sind unter dauerhaften Versorgung einer Familie dienen.
00:06:07: Was ist denn im Grundsat ... Der entscheidende steuerliche Unterschied zwischen der gemeinnützigen oder privat nützige Stiftung und wie wirkt sich das auch auf das Asset Management aus?
00:06:18: Ja, der zentrale Unterschied liegt natürlich im Zweck.
00:06:20: Eine gemeinnutzige Stüftung verfolgt steuerbegünstigte Zwecke etwa Wissenschaft, Bildung Kunst oder sogar mildtätige Zwecke.
00:06:29: ihre Mittel müssen grundsätzlich zeitnah für diese Zwecke aber verwendet werden.
00:06:34: eine private nutzige stiftung insbesondere eine familienstiftung diente gegen privaten Interessen etwa der langfristigen Versorgung einer Familie, dem Schutz eines Unternehmens oder der Bündelung von Vermögen über Generationen.
00:06:47: Das prägt auch das Esseltmanagement.
00:06:50: Gemeinnützige Stiftungen müssen die Finanzierung ihrer Förderzwecke sicherstellen.
00:06:54: Privatnützig Stiftung legen stärker den Fokus auf Ausschüttungsfähigkeit, Vermögenssicherung aber auch eine familienbezogene Governanz.
00:07:05: Danke Martin.
00:07:06: Grundsätzlich ist natürlich so, das Gemeinnützigkeitsrecht hat ja sage ich mal einen enorm steuerlichen Vorteil.
00:07:12: es werden nämlich nahezu keine Steuern anfallen im Bereich der Erfüllung gemeinnütziger Zwecke.
00:07:19: zwar kann natürlich eine Stiftung auch als gemeinnutzige Einheit gewerblich tätig werden die ist aber nur in beschränkten Umfang und dann eben mit Risiken für den Gemeinnütsigkeitstatus.
00:07:34: Was muss ich denn tatsächlich machen, wenn ich als gemeinnützige Organisation Kapital anlegen will?
00:07:41: Mein Stiftungskapital anliegen will.
00:07:44: Was muss sich da im Hinblick auf die Kapitalanlage und auf die asset Allocation entsprechend berücksichtigen?
00:07:51: gibt es davor Gaben?
00:07:52: Ja gut ja steuerlich.
00:07:54: der Zweck der Stiftungen ist ein Ausgangspunkt.
00:07:56: das heißt die Gemeinnütze stiftung verfolgt steuerbegünstig die zwecke ebenseine von Einen fünfzig Euro.
00:08:04: Nur bei ordnungsgemäßer Satzung und tatsächlicher Geschäftsführung kann diese weitreichende Steuerbefahrung genutzt werden.
00:08:13: Das gilt bei der körperischer Steuer, wie du es ja schon erwähnt hast – meist auch bei der Erbschaft- und Schenkungssteuer.
00:08:20: Privatnutzegestiftungen haben diese Privilegierung nicht, sie werden ganz normal als Körperschaft behandelt oder liegen der regulären Besteuerung.
00:08:30: Okay, das habe ich verstanden.
00:08:32: Aber wenn ich jetzt zum Beispiel mal eine ganz praktische Frage hab... Ich bin Finanzvorstand bei einer Stiftung.
00:08:38: Ich sammle jetzt Geld ein, z.B.
00:08:42: auch im Spendenweg.
00:08:44: Kann ich dann diese Spenden in die Kapitalanlage reintun?
00:08:49: Oder geht es grundsätzlich nicht?
00:08:52: Ja und nein!
00:08:53: Also wir gehen's mal von aus.
00:08:56: Es gibt einen Grundstückvermögen.
00:08:58: Das ist grundsätzlich ungeschmeller zu erhalten.
00:09:01: Die meisten Stiftungen dienen ja dem Zweck, dass sie die Zwecke der Stiftung erfüllen.
00:09:09: D.h.,
00:09:10: die Frage, die sich stellt, ist welche dieser Spenden müssen zeitnah für günstigte Zwecke verwendet werden und welche Beträge dieser Spende können zulässigerweise in Rücklagen eingestellt werden?
00:09:25: eine genaue Planung der Rücklagen notwendig.
00:09:28: Ansonsten gilt die Faustformel tendenziell, die Verwendungen von Spenden direkt für den steuerbegünstigten
00:09:35: Zweck.".
00:09:35: Okay das ist natürlich sage ich mal bei gemeinnützigen Organisationen immer ein praktisches Thema weil wenn man selbst auch sich da in dem Bereich sage ich einmal engagiert.
00:09:48: es ist immer schwierig Projekte zu finden Die überhaupt sinnvollerweise im Rahmen der eigenen Satzungszwecke die Mittel verwenden können.
00:09:58: Die müssen natürlich überprüft werden, die Mittelverwendung muss dort sichergestellt sein.
00:10:04: Es ist also nicht so dass man einfach sagt ich schütte Geld aus und der Empfänger kann damit machen was er will.
00:10:11: Und das ist auch ein Thema ganz praktischer Art vor dem Organe vor allem der gemeinnützigen Stiftung auch stehen.
00:10:23: Die Rücklagenbildung ist natürlich im Grundsatz auch ein wichtiges Thema, wie du es angesprochen hast.
00:10:29: Allerdings ist da natürlich immer die Überprüfung durch die Stiftungsaufsichtsbehörde und vor allem auch die Finanzverwaltung zu beachten, die natürlich sehr genau anschauen ob die Rücklagenbildung entsprechend hinterlegt ist.
00:10:43: Und da ist natürlich die Mittelverwendungsrechnung, wie du es schon angesprochen hast ein ganz wichtiger Punkt denn die natürlich dann auch die Vermögensverwaltung betrifft und da müssen natürlich die entsprechenden Mittel- und die Mittel Verwendungen im Bereich der Vermögenverwaltungen zumindest mit berücksichtigt und eingeplant werden.
00:11:02: Du hast es ja schon gesagt Der Grundsatz gilt Die Spende ist zeitnah für die gemeinnützigen Zwecke einzusetzen und darf eben nicht in der Vermögensverwaltung langfristig angelegt werden.
00:11:15: Wenn ich jetzt so eine Stiftung aufsetze, gehen wir mal ein bisschen weg von dem Gemeinnützigkeitsbereich.
00:11:23: Gehen wir mal hin zur Versorgung einer Familie.
00:11:26: Wie ist es denn dann mit den Anlagerrichtlinien?
00:11:31: Welche Rolle spielen die Anlagersichtlinien Sowohl in der Gemeinnützigen als auch an der Privatnützige Stiftung.
00:11:40: Was muss ich da als Vorstand beachten?
00:11:42: Im Einstieg ist wichtig, Anlagerechtliens sind nicht nur ein Investment-Dokument sondern auch ein steuerlich und haftungsbezogenes Gaumensinstrument.
00:11:52: Das heißt sie sollten erst mal festlegen welche Anlageziele verfolgt werden was im konkreten Fall Vermögensverhalt bedeutet, welche riesigen Zulässig sind und welche Liquidität erforderlich ist, nicht zu vergessen.
00:12:07: Es muss auch jeweils die steuerliche Auswirkung in die Anlageentscheidung einschließen.
00:12:13: Hier ist sicher ein Unterschied zwischen Gemeinnütziger und Privatnutziger Stiftungen.
00:12:17: Die gemeinnützeige Stiftung muss sich mit der Thematik der Mittelverwendung, der Rücklagenbildung und auch der Vermeidung von gemeinnutzigkeitsschädlichen Risiken beschäftigen.
00:12:30: Das heißt hier ist sicher an Schwerpunkt der Anlagerrichtlinien Bei privat nützigen Stiftungen sind Anlagegerichtlinien eher bezüglich Ausschüttungspolitik, steuerlicher Tessaurierung, dem Händling von Beteiligungserträgen.
00:12:45: Dem Händlingen etwa Gequellensteuern und auch der Behandlung vom Verlusten zu entwickeln.
00:12:53: Wichtig ist dabei außerdem die Dokumentation.
00:12:56: Wenn ein Stiftungsvorstand nach einem strukturellen Prozess entscheidet reduziert er das Haftungsrisiko und erleichtert die steuerliche Nachvollziehbarkeit.
00:13:04: Ja, da sprichst du einen ganz wichtigen Punkt an.
00:13:07: es ist ja so dass eben Stiftungsvorstände grundsätzlich in der Haftung eben auch von einer persönlichen Haftungen betroffen sind Es sei denn sie haben ein Prozess der eben sicherstellt das was ein gewissenhafter Geschäftsführer entsprechend machen würde.
00:13:25: Da kann man ja auch mal den Blick in Familyoffice werfen, was da als Investmententscheidung und wie dort der Prozess der Umsetzung getroffen wird.
00:13:33: Wenn das bei der Stiftung berücksichtigt wird dann wird er die Haftung der Stiftenvorstände beschränkt.
00:13:40: In der Praxis bietet sich es natürlich auch an um den Stiftungsvorständen entsprechende Sicherheit auch in der täglichen Doing zu geben.
00:13:48: Das entweder professionelle Beratungen gerade auch im Anlagebereich mit hinzugenommen wird, sei es das man Multi-Family Office und Single Family Office aussucht oder dass man halt entsprechend die D&O Versicherung also Directors & Officers Versicherungen vorsieht.
00:14:07: So dessen eben die Stiftungsvorstände auch bei möglicherweise mal negativen Mat Entwicklungen eben entsprechend gesichert sind und da quasi nicht mit dem eigenen Vermögen zur Haftung herangezogen werden können.
00:14:24: Das nächste Thema ist, wir haben ja schon mal einen Blick geworfen.
00:14:30: Wie werden gemeinnützige Stiftungen steuerlich behandelt?
00:14:32: Wie werden privat nützigen Stiftung steuerlos behandelt auch im Ausland?
00:14:37: Wir wollten ja heute mal das Thema ein bisschen mehr zuschneiden auf das Asset Management.
00:14:45: Du hattest jetzt im Vorgespräch darauf hingewiesen dass die Tax Governance besonders wichtig ist.
00:14:52: Kannst du da einfach nochmal drauf eingehen wie das umzusetzen ist bei einer Stiftung und warum es für den Stiftungsvorstand die Organe ein wesentlicher Punkt ist.
00:15:03: Ja gerne, kommen wir erstmal zum Warum?
00:15:07: Die Stiftungen sind auf Dauer angelegt.
00:15:09: Das heißt die Fehler in der steuerlichen Struktur oder in der Vermögensanlage wirken dadurch eben nicht nur kurzfristig sondern über viele Jahre oder gar Jahrzehnte.
00:15:19: Das heißt Tax Governance bedeutet, dass steuerliche Zuständigkeiten, Entscheidungswege, Kontrollprozesse klar geregelt sind.
00:15:28: Du hattest es auch schon erwähnt das ist eine Haftungsthematik für den Stiftungsvorstand der hier einen passenden Prozess entwickeln sollte.
00:15:37: Hinzu kommt, dass bei gemeinnützigen Stiftungen ist insbesondere auch nochmal die Frage des Satzungsmäßigkeit zu klären ist in Kombination mit der tatsächlichen Geschäftsführung.
00:15:47: Mittelverwendung, Rücklagen und die Abgrenzung der steuerlichen Sphären spielt da auch eine große Rolle.
00:15:54: Die eben in einem Prozess zu berücksichtigen sind.
00:15:56: Bei privat nützigen Stiftungen ist natürlich die Frage der laufenden Besteuerung – man darf nicht vergessen, die Privatnützige Stiftung liegt ja der regulären Besteuern.
00:16:06: Aber auch Quellensteuer-, Fragestellungen- und Beteiligungsstrukturen und vor allem Ausschüttungen zu bedenken.
00:16:14: Ein Thema, das dann auch regelmäßig wiederkommt, nämlich alle dreißig Jahre ist die Airpassatssteuer, die insbesondere in Liquiditätsbelastung darstellt und die man auch in der Asset Allocation berücksichtigen sollte indem von vornherein sie eine Steuerprozesse einplanet.
00:16:32: Das heißt jede Anlageentscheidung ist eben nicht nur die Anlage an und für sich sondern eben auch die Frage was bedeutet es steuerlich?
00:16:41: Gut, ich verstanden.
00:16:41: Also man muss quasi den Ausschüttungsbedarf eben als Liquiditäts- einschränkenden anderen fünf Strichen Faktor berücksichtigen.
00:16:49: das kann natürlich nahe legen dass man sich auch über alternative Investments oder illiquide Assetklassen wie Mobilien oder Vorbeteiligungen, Private Equity etc.
00:17:01: Gedanken macht.
00:17:03: ist denn solche Alternative Investments eine sinnvolle Anlageklasse für Stiftungen und welche steuerlichen Risiken magst du da in dem Zusammenhang geben?
00:17:15: Sowohl als auch.
00:17:16: Also alternative Investments können für Stifts absolut sinnvoll sein, weil sie Diversifikationen, Inflationsschutz- und Zusätzlichertragsquellen bieten.
00:17:25: Wie wichtig das sein kann hat die Nullzinsphase ganz klar gezeigt.
00:17:31: Arme Alternative Investments sind steilig anspruchsvoll.
00:17:35: Bei Immobilien ist neben der Ertragsteuerfrage auch Grundewerbsteuer und gegebenenfalls gewerbesteuerliche Problematiken, die es zu adressieren gilt.
00:17:44: Bei Fonds ist so klären wie Ausschüttungen vor Abbauschalen, Teilfreistellung oder steuerliche Reporting-Flichten sich auswirken.
00:17:53: bei Priority Equity, Priority Debt oder der Infrastruktur-Emissive Investments können illiquide Laufzeiten, ausländische Quellensteuern, gewerbliche Infektionen oder komplexe Zuwachendungsfragen zu Problemen führen.
00:18:07: Hinzu kommt immer im Sonderfall der gemeinnützigen Stiftung, es ist zu prüfen ob Verluste- oder Nachschusspflichten sich nicht mit der Mittelverwendung beißen und so problematischen Situationen führen.
00:18:21: Deshalb gilt zusammenfassend Alternative Investments sollten nicht ausgeschlossen werden ganz am Gegenteil.
00:18:27: aber sie brauchen eine saubere steuerliche Vorprüfungen und ein laufendes steuerliches Monitoring.
00:18:33: Gut, jetzt haben wir uns ja auch sehr stark dem Thema Asset Management zugewandt im heutigen Podcast.
00:18:39: Kannst du mal kurz ausführen was ich als Stiftungsvorstand machen soll?
00:18:46: Was sich da beachten soll wenn ich mir einen Vermögensverwalter externer Natur dazu holen will?
00:18:54: Wie geht man oft an das Thema ran?
00:18:55: wie finde ich den?
00:18:57: Was muss ich da beachen wenn ich mit dem zusammenarbeiten will und meine Anlagen professionell Managen zu können und vor allem ab welchem Betrag lohnt sich das dann auch für die Stiftung?
00:19:08: Die Frage, am welchen Betrag es sich lohnt ist denke ich abhängig davon mit welcher Expertise der Stiftungsvorstand selber gesegnet ist.
00:19:19: Es gibt sicher größeren Ordnungen in denen auch ein absolut erfahrene Stiftingsvorstand mit hoher Expertise und externen Vermögensverwalter hinzusehen sollte.
00:19:29: Das wäre wahrscheinlich so um die Zehn Millionen, aber auch bei den Werten drunter.
00:19:35: Die Stiftung kann man theoretisch mit fünfzigtausend Euro gründen.
00:19:39: Es ist dringend zu empfehlen dass man sich eben kritisch hinterfragt ob man bei den Vermögensverwaltern das beurteilen kann und ob der Prozess gut aussieht weil Man sollte sich nicht nur nach Performance und Kosten- und Risikomanagement sortieren was sicher sehr wichtige Punkte sind sondern es sollte auch eben geklärt werden die es steuerlichen Besonderheiten einer Stiftung versteht.
00:20:05: Das ist insbesondere bei den gemeinsamen Stiftungen mit ihren doch stark anderen steuerlichem Fokus.
00:20:13: Ich greif's gern wieder auf das Thema Mittelverwendung, Dokumentation – ein Aspekt, den es konsequent zu prüfen gilt an der Stelle und auch in der Praxisgesprache, Vermögensverwalter sind ja häufig Firmen, dass man eben auch schaut die Firmen dieses Expertise auch dauerhaft vorhalten und nicht, dass es an der spezialisierten Ruhestand gibt.
00:20:36: Und das geht kein Nachfolger, der passt.
00:20:38: Also hier gilt ja scharfes Augenmerk auf diesen Thema.
00:20:42: Prima!
00:20:43: Jetzt wollen wir nochmal die Glaskugel zum Abschluss auspacken.
00:20:47: Welche Tipps kannst du dem Stiftungsvorstand aktuell am Aktienmarkt oder Anleihenmarkt geben?
00:20:56: Wie welche Entwicklung siehst du in den nächsten zwei Jahren abgesehen von einem DAX, der dann bei vierzigtausend Punkten steht.
00:21:06: Ich glaube es gilt heute wie gestern wie morgen dass eine Stiftung ist für die Ewigkeit angelegt.
00:21:13: das heißt man sollte nicht nur den Standardfall betrachten sondern sich auch durchaus mal damit beschäftigen.
00:21:20: wir sehen Worst Case to Nine aus wo ist mein echter harter Liquiditätsbedarf?
00:21:27: Und auf der Basis ein ausgewogenes Portfolio stricken und eben immer dran denken, in einem Land wie Deutschland mit geprägt von hohen Steuersätzen macht es absolut Sinn sich mit den steuerlichen Themen auseinanderzusetzen.
00:21:41: Weil die jede gute Geldanlage wenn sie auch noch gut steuerlich strukturiert ist zu einer runden Sache machen, die eben am Ende die Stiftung
00:21:51: auf Dauer hält.
00:21:52: Prima, ich glaube dann haben wir jetzt mal einen guten Einblick in das Asset Management für Stiftungen bekommen lieber Martin.
00:21:58: Vielleicht wenn man es mal so zusammenfasst.
00:22:01: Asset management ist nicht nur steuerlich anspruchsvoll sondern ist natürlich vor allem meistens für die Stiftungsvorstände aufgrund fehlender beruflicher Expertise ein Thema wo man sich nicht ran traut.
00:22:16: allerdings wenn man auch mit eurer Guidance sich entsprechend überlegt, auch in verschiedene Vermögensverwalte anzuschauen.
00:22:28: Kann man wahrscheinlich schon mit einer guten Größenordnung eines normalen Stiftungsvermögens dauerhaft tragfähige zusätzliche Erträge für den Stiftungszweck sei er jetzt gemeinnützig oder privat nützig erzielen.
00:22:45: und das stärkt ja bei jeder Stiftungen Wie du es ja ausgedrückt hast, die Dauerhaftigkeit der Erreichung des Stiftungszwecks und je mehr Geld in der Kasse ist, desto besser ist es.
00:22:59: Die Gemeinnützigen müssen sofort ausgeben.
00:23:01: Die Privatnützige können sie vielleicht auch entsprechend auf ihrer Ebene tesorieren.
00:23:07: Wichtig ist jedenfalls, es gibt sehr viele Probleme steuerlicher Art.
00:23:12: Es gibt aber auch Lösungen diesen Problem gut und schnell entgegenzutreten.
00:23:21: Im Grundsatz kann man sagen, was sollte eigentlich eine Stiftung auch wie ein Family-Office organisieren?
00:23:27: und letztendlich ist es dies in der Praxis?
00:23:30: Genau so ist es!
00:23:31: Vielleicht ein Schlussgedanke... Es gibt ja Schriftungen die nicht nur Jahrzehnte sondern Jahrhundert der Alzin.
00:23:37: Es ist losbar wir haben viele gute Erfahrungen wichtiges einfach immer frühzeitig die Fragestellung adressiert dann findet man auch gute Lösungen.
00:23:48: Prima, herzlichen Dank lieber Martin, dass du heute wieder bei uns im Podcast warst.
00:23:53: Danke für deine interessanten Ausführungen zum Thema Asset Management Verstiftung – nicht nur Risiko sondern auch Chance und entsprechende Footnotes werden wieder im Anhang zu diesem Podcast veröffentlicht und ich freue mich auf den nächsten Diskurs!
00:24:11: Bis bald.
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